Pädagogische Schwerpunkte

Bewegung - Bildung - Bewahrung

Drei große "B" stehen für unsere pädagogische Arbeit.

 

                             B = Bewegung

 

                             B = Bildung

 

                             B = Bewahrung

 

Diese drei Schritte sollen für jedes Kind die optimale, individuelle

Förderung seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten gewährleisten und

dafür sorgen, dass sich jedes Kind frei entwickeln kann.

Bewegung

Kinder haben einen ausgprägten Bewegungsdrang.

Alle Versuche, die nötige Konzentration, Aufmerksamkeit und Ausdauer,

also drei Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen aufzubringen

scheitern, wenn sich die Kinder nicht ausreichend bewegen. Optimal ist

natürlich die Bewegung im Freien.

Deshalb halten wir uns so oft wie möglich auf unserem Spielplatz auf.

Wir wandern und gehen in den Wald zum Spielen.

Bei schlechtem Wetter nutzen wir verstärkt die Turnhalle.

Jeden Tag steht mindestens ein Bewegungsangebot auf dem Programm.

 

Bildung

Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung.

In der Anfangszeit des Kindergartenbesuches beobachten wir die Kinder

ganz gezielt, um die vorhandenen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten

auszuloten. Dabei  achten wir nicht darauf, was das Kind noch nicht

kann, sondern darauf, was es schon kann (Welche grundlegenden Kompetenzen

sind bereits vorhanden?).

Darauf bauen wir unsere Arbeit auf.

Wir arbeiten möglichst situationsorientiert. Auf diese Weise kommen wir

den Interessen und Neigungen der Kinder entgegen.

Die Kinder haben ein Mitspracherecht bei der Programmgestaltung.

In sog. Kinderzirkeln besprechen wir unser gemeinsames Angebotsprogramm.

Die Kinder äußern dabei ihre Wünsche, die wir nach Möglichkeit berücksichtigen.

 

Sprachliche Förderung ist ebenfalls ein Schwerpunkt unserer Arbeit.

Für ein erfolgreiches Lernen ist das sichere Beherrschen der Muttersprache

eine Grundvoraussetzung. In unserer gemütlichen Leseecke liegen immer

Bilderbücher auf. Das Vorlesen hat bei uns Priorität.

Bewahrung

Bewahrung verstehen wir sowohl als Gewährleistung dafür, dass die Kinder

bei uns gut aufgehoben sind und sich wohlfühlen. Wir nehmen unsere Auf-

sichtspflicht sehr ernst.

Durch Vertrauen schaffen und intensives Beobachten wollen wir aber auch

alle Signale wahrnehmen, die auf eine Gefährdung des Kindeswohles hin-

deuten und im Bedarfsfall darauf angemessen reagieren.

Unser Leitziel:

"DAS KIND SOLL SICH ZU EINER EIGENVERANTWORTLICHEN UND GEMEINSCHAFTSFÄHIGEN PERSÖNLICHKEIT ENTWICKELN"

Bild vom Kind

Wir betrachten jedes Kind als aktives Individuum, das seiner

natürlichen Umgebung forschend gegenüber treten will.

Wir wissen, dass Bildung bereits bei der Geburt beginnt und dass

sich Kinder von Beginn an aktiv und neugierig mit allem, was sie

umgibt auseinandersetzen wollen.

Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Kinder ihre natürliche Umgebung

entdecken und begreifen zu lassen. Sie sollen ihre Erfahrungen selber

machen. Wir beobachten, begleiten und unterstützen sie bei Bedarf.

Nicht wir wollen das Geschehen bestimmen, sondern die Bedürfnisse

der Kinder bestimmen.

Förderung von Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Eigenständigkeit

Durch unsere Arbeit möchten wir dazu beitragen, dass sich die Kinder zu

selbstbewussten, selbstständig handelnden Menschen entwickeln, die

in der Lage sind, eigenständig zu denken und zu agieren.

Wir bauen auf bereits vorhandene Grundkompetenzen auf und bestärken

das Kind in seiner Entwicklung und in seinem Tun.

 

Die Kinder haben bei uns viele Freiräume, jedoch sind die bestehenden

Gruppenregeln einzuhalten, damit ein reibungsloses Miteinander gewährleistet

ist. Ordnungsregeln (z.B. Aufräumen, Pausetisch sauber halten) sind ebenfalls

einzuhalten. Die Kinder lernen dabei, dass sie für ihr Tun selbst verantwortlich

sind und bei Verstößen gegen die Regeln auch die vorher gemeinsam erarbeiteten Konsequenzen zu tragen haben.

 

 

Bei unseren Kinderkonferenzen wird Demokratieverständnis vermittelt.

Die Kinder lernen, dass man Andere ausreden lässt, dass Mehrheitsent-

scheidungen umgesetzt werden, dass man sich für Schwächere einsetzen

sollte, dass man im Interesse der Allgemeinheit bestimmte Aufgaben

übernehmen muss u.v.m..

Umweltbildung

Unsere Umwelt, unsere Natur schützen und erhalten - das hat bei uns

oberste Priorität.

Das ganze Kindergartenjahr über finden immer wieder Projekte statt, die

sich mit Umweltthemen befassen.

            - Lebensraum Wiese

            - Die Kraft der Sonne

            - Wasserwelt

            - Klimawandel

            - Müll muss sein, oder?

Das sind Beispiele für Projekte, die wir durchführen, oder durchgeführt

haben. Der Gedanke der Nachhaltigkeit steht dabei im Vordergrund.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt und den natürlichen

Ressourcen sollte den Kindern dabei vermittelt werden. Sie sollen

praktischen Umweltschutz erlernen und Umweltbewusstsein entwickeln.

 

Naturwissenschaftl.-technische und mathematische Bildung

Wir sind oft als "Kleine Forscher" unterwegs entdecken und

ergründen mit den Kindern die unterschiedlichsten Zusammenhänge.

Zahlen und Mengen kennenlernen, messen,  wiegen, mit Wasser

experimentieren, mit Hilfe von Becherlupen Insekten näher beobachten,

oder in einem Stück Erde die verschiedensten Lebewesen ausfindig

machen, das sind nur ein paar Beispiele von Dingen, die uns brennend

interessieren. Wir gehen den verschiedensten Fragen nach, je nach

Situation und Interesse der Kinder: Z.B. Warum gibt es Tag und Nacht?

Wie entsteht ein Tornado? Wie kommt es zu Blitz und Donner?

Wie entsteht Hochwasser? Wo kommt unser Essen her?

Dabei ist es uns wichtig, dass die Kinder selbstätig werden und

selbstständig arbeiten.

 

Musikerziehung

Kein Morgenkreis ohne gemeinsames Singen!

Weil alle Kinder gerne singen und weil Musik ein ideales Medium für

Kinder ist, sich mitzuteilen, ist uns das gemeinsame Singen, das Begleiten

mit einfachen Instrumenten und die Bewegung zur Musik ganz wichtig.

Die Musik trainiert das Zuhören, die Kinder können sich abreagieren,

Hemmungen können abgebaut werden usw..

Gesundheitserziehung

Wir verbringen viel Zeit im Freien, entweder auf unserem Spielplatz,

oder bei Wanderungen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir uns

nicht draußen aufhalten.

Während des Kindergartenjahres führen wir mehrmals Ernährungswochen

durch. Dabei sollen die Kinder lernen, wie wichtig eine ausgewogene

Ernährungsweise für ihre Entwicklung und für ihr Wohlbefinden ist.

Werteorientierung und Religiösität

Wir feiern die christlichen Feste, z.B. St. Martin und den Nikolaustag.

Wir gehen mit den Kindern gemeinsam durch die Adventszeit und

und bereiten sie auf das Weihnachtsfest vor.

Auch das Osterfest wird thematisiert.

Die Kinder lernen, anderen Menschen Achtung und Toleranz entgegenzubringen,

niemanden auszugrenzen.

Das Erlernen sozialer Fähigkeiten wird im täglichen Miteinander geübt und

gefestigt. Gegenseitiges Helfen wird zur Selbstverständilichkeit.